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Ein kleines Familienunternehmen mit einer großen Geschichte

Das „Hotel West an der Bockenheimer Warte“ ist seit 1971 in Familienbesitz und befindet sich an der Grenze von Bockenheim zum Westend. Es liegt in der Gräfstraße 81 – direkt an der Bockenheimer Warte – in unmittelbarer Nähe zur Goethe-Universität, zum Palmengarten, zur Messe sowie zur Schirn Kunsthalle Frankfurt.

Ich führe ein gemütliches Gespräch im Frühstückszimmer mit Herrn Jörg Operhalski – Inhaber des „Hotel West“:

Ist das Baujahr des Gebäudes bekannt?
Es müsste etwa um 1890 liegen.

Wie ist die Geschichte des Gebäudes?
Über die frühere Zeit weiß man leider nicht viel – alle Unterlagen sind im Krieg verloren gegangen.

Blieb das Haus durch den Zweiten Weltkrieg verschont oder erlitt es größere Schäden?
Das Haus wurde von einer Weltkriegsbombe getroffen. Der gesamte hintere Teil des Gebäudes wurde zerstört, der vordere Teil mit der Fassade ist jedoch erhalten geblieben.

Wer war der erste Eigentümer? War es immer ein Einfamilienhaus?
Der allererste Eigentümer des Gebäudes ist nicht bekannt. Den Vorbesitzer, Herrn Drees, kennen wir jedoch gut: Er hat das Haus nach dem Zweiten Weltkrieg günstig erworben und wieder aufgebaut. Er war Installateur, hatte im Hinterhof seine Werkstatt, und seine Frau gründete im Haus eine Pension.

Haben Ihre Eltern das heutige Hotel gegründet? Haben sie selbst im Haus gewohnt?
Ja, meine Eltern haben selbst ein Zimmer im Haus bewohnt, seit 1971 die Pension übernommen und sie später zum Hotel umgebaut. Sie haben Bäder eingebaut (früher gab es nur Etagenbäder) und kleine Zimmer zu größeren Zimmern zusammengelegt. Meine Eltern hatten einen guten Kontakt zum Herrn Drees: er war auch später noch öfter nachmittags zu Besuch im Hotel.

Sie betreiben das Hotel jetzt zusammen mit Ihrer Schwester – es ist also ein kleines Familienunternehmen. Welche Rollen und Aufgaben hat jeder von Ihnen?
Wir betreiben zwei Hotels: Ich leite hauptsächlich hier in Frankfurt das „Hotel West“, und meine Schwester führt das „Hotel Hansa“ in Offenbach am Main. Ich bin für die IT zuständig, und meine Schwester kümmert sich um die Verwaltung.

Wie wurde der Name des Hotels ausgewählt?
Das Haus gehört noch zu Bockenheim, wurde aber „West“ genannt. Den Namen für das Hotel vergab noch Frau Drees. Sie nannte ihre Pension von Anfang an „Pension West“, und wir haben den Namen übernommen und um den Zusatz „an der Bockenheimer Warte“ ergänzt.

Haben Sie früher schon in der Hotelbranche gearbeitet? Sind Sie ausgebildete Hoteliers bzw. Tourismusmanager?
Eigentlich nicht. Wir haben beide zunächst etwas anderes gemacht, sind dann aber zum Hotel zurückgekehrt.

Was ist an Ihrem Hotel besonders und lockt Besucher bzw. Touristen an?
Es ist ein Familienhotel – klein, persönlich, gemütlich und individuell. Wir haben viele Stammgäste, die nirgendwo anders übernachten möchten, wenn sie unsere Stadt besuchen.

Bei TripAdvisor steht, dass das Hotel besonders bequeme Betten hat – gibt es dafür ein Geheimnis?
Wir haben französische Matratzen der Marke TRECA. Eine Einzelmatratze kostet rund 800 €.

Wer gestaltet das Interieur des Hotels?
Das Interieur gestalten wir größtenteils selbst. Bei den neuen Hotelzimmern hat uns diesmal eine junge Innenarchitektin unterstützt.

Gibt es ein Detail, das in jedem Zimmer als Hingucker wirkt?
Wir haben Kunstbilder, und in den neuen Zimmern außerdem Dekortapeten mit Stuckelementen.

Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen allen Zimmern?
Ja, die hohen Decken mit Stuck. Außerdem ist im gesamten Haus Teppichboden verlegt, der zusätzlich für Gemütlichkeit sorgt.

Welche berühmten Persönlichkeiten haben im Hotel übernachtet?
Wir hatten unter anderem Gäste vom Senckenberg Forschungsinstituten und von der Universität Frankfurt. Außerdem war der Sohn des berühmten Frankfurter Malers Max Weinberg (1938–2018) mit seiner Frau bei uns zu Gast. Seitdem schmücken Originalbilder des Malers leihweise unseren Frühstücksraum.

Wie kann man den Aufenthalt in Ihrem Hotel am besten buchen?
Am besten bucht man natürlich direkt über die Website des Hotels https://www.hotelwest.de/. So können wir als Kleinunternehmer stärker profitieren und unseren Gästen freundlichere Buchungsbedingungen anbieten, anstatt hohe Provisionen an Reiseportale zu zahlen.

Vielen Dank für das Gespräch!

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