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Zwischen Alkoholiker, Dichter und Zauberer

Die Doctor Flotte, eine ulkige Kneipe, die seit über 50 Jahren geöffnet ist, gehört fest zum Bockenheimer Stadtbild. Unter ihrem heutigen Namen existiert die Traditionskneipe seit 1974, doch ihre Geschichte reicht noch weiter zurück. Wo früher Arbeiter, Studenten und Frankfurter Originale zusammenkamen, sitzen heute Eintracht-Fans, Nachbarn und Studierende – und genau diese Mischung macht den Charme der Flotte bis heute aus.

Schon beim Betreten der Kneipe kommt einem der Duft von kaltem Rauch entgegen. Über die Jahre gezeichnet, sind die Wände voller Erinnerungen – seien es die vergilbten Bilder oder die Tags, die außen sowie innen die komplette Flotte pflastern. Zwischen dunklem Holz, alten Fotografien und einem Besitzer, der eigentlich Magier ist, entsteht eine Atmosphäre, die man nicht inszenieren kann, sondern erleben muss.

Wie jede Kneipe kommt auch sie mit ihren üblichen Stammgästen, die man wirklich immer trifft, sobald man auch nur einen Fuß in die Eckkneipe setzt. Ich meine, das, was man hier am besten machen kann, ist trinken und rauchen. Aber davon abgesehen kannst du dich auch mit deinen Freunden beim Dart duellieren oder mit Fremden über das Leben ins Gespräch kommen. Sei es über ihre Jugendliebe, darüber, warum sie heute überhaupt hier sind, oder wer von den beiden gerade das Sorgerecht bekommen hat. Viele Geschichten verbinden diesen Ort. Man kann ihn nur lieben.

Die Flotte: eine ehrliche Kneipe mit Bier für vier Euro. Ein Platz für jedermann, der wie ein Hüter die Kreuzung zusammenhält und aus Bockenheim auch in den nächsten 100 Jahren nicht wegzudenken ist.

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