Ein veganes Fest für den Gaumen
Sunbap ist die zweite Dependance von Sun Seo. An der Bockenheimer Warte, in der Adalbertstraße 1a, bietet die gebürtige Koreanerin vegane Gerichte aus der Küche ihres Heimatlandes in eigenen Variationen an.
Bibimbap ist ein traditionelles koreanisches Gericht: Was sind die Basics dafür?
– „Bap“ bedeutet Reis, „Bibim“ heißt gemischt. Die Basis bildet Reis, dazu kommen verschiedene Gemüsesorten und unsere hausgemachte Soße, die nach einem eigenen Geheimrezept hergestellt wird. Als Gemüse verwenden wir Rettich, Spinat, Karotten, Salat, Shiitake- und Austernpilze sowie Sojasprossen.
Welche Produkte müssen unbedingt aus Korea hierher kommen?
– Matcha-Pulver – das bringe ich immer selbst aus Korea mit.
Kaufen Sie dafür online oder gibt es in Deutschland einen Ort, an dem Sie die Zutaten ausprobieren, auswählen und kaufen können?
– Es gibt einen Großhändler für koreanische Produkte in Hessen. Vieles wird online bestellt und ins Haus geliefert. Frische Zutaten wie Gemüse kaufen wir vor Ort beim Großhändler in Frankfurt.
Welche typischen koreanischen Gewürze verwenden Sie in Ihrer Küche?
– Gochujang – eine koreanische Chilipaste sowie Sesamöl.
Welche Gerichte werden im Haus hergestellt?
– Fast alle Gerichte auf der Karte werden im Haus zubereitet: verschiedene Bibimbap-Variationen und andere Hauptgerichte, Vorspeisen wie Jeon, Kimbap und Kimchi sowie verschiedene Desserts wie Bananenkuchen, Bananenpudding, Matcha-Chia-Pudding und Black-Sesam-Pudding.
Gibt es ein Gericht, das für den europäischen Geschmack angepasst wurde (wie zum Beispiel das in Korea sehr verbreitete Tiramisu)?
– Ja, der Black-Sesam-Pudding ist hier besonders populär.
Wie sieht es mit Tee und Kaffee aus?
– Mit Matcha bereiten wir verschiedene kalte Drinks mit Hafer- oder Kokosmilch und Fruchtpürees zu. Außerdem bieten wir heißen Tee an – und selbstverständlich auch Kaffee.
Was ist im Angebot für „to go“? Wie kann man bestellen – per App/Website oder telefonisch?
– Grundsätzlich ist alles auch „to go“ erhältlich. Bestellungen sind per App oder telefonisch möglich.
Wie viele Besucher zählen Sie täglich bzw. wöchentlich? Gibt es ein Kundenkonto?
– Es ist schwer, die Besucher genau zu zählen, aber wir merken deutlich, dass samstags und sonntags mehr Gäste kommen. Wir haben ein Bonussystem: Die Punkte werden auf einer Karte gestempelt. Für eine vollgestempelte Karte gibt es ein Gratisgericht. Außerdem haben wir fast 7.000 Follower auf Instagram.
Was sind Sie selbst von Beruf?
– Ich habe in Korea eine Ausbildung zur klassischen Opernsängerin sowie zur Sängerin für traditionelle koreanische Musik gemacht.
Was war Ihr Kindheitstraum – was wollten Sie werden, wenn Sie groß sind?
– Ich wollte schon als Kind unbedingt Sängerin werden. Und ich wollte kochen. Jetzt kann ich beides machen!
Wie kam es zu der Idee, einen Imbiss in Frankfurt zu eröffnen?
– Mein Mann und ich sind viel gereist und haben Freunde in verschiedenen Ländern besucht. Dabei haben wir unterschiedliche Kulturen, Traditionen und Religionen kennengelernt. Ich habe immer sehr gerne für unsere Freunde gekocht. Irgendwann dachte ich mir: Ich kann doch für viel mehr Menschen kochen als nur für Freunde.
Warum vegan?
– Ich wollte gerne für unsere Freunde kochen und habe festgestellt, dass viele unterschiedliche Bedürfnisse aufgrund von Religion oder persönlicher Überzeugung haben. So entstand die Erkenntnis, dass veganes Essen etwas ist, das im Grunde jeder genießen kann.
















